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Valve öffnet Steam für die erste Welle von Ubuntu Linux Usern

Valve öffnet Steam für die erste Welle von Ubuntu Linux Usern

Nachdem die überwiegende Mehrheit der Indie-Spieleentwickler inklusive Notch von Mojang (Minecraft) sich gegen Windows 8 und das vermeintlich geschlossene System mit dem Store ausgesprochen hatte, lag einmal wieder der Fokus auf einem gamer-orientierten Betriebssystem. Valve hatte dazu schon länger etwas in der Pipeline und versucht sich aktuell an einer Ubuntu Linux Version von Steam inklusive einiger Ports von bekannten Spielen.

Seit letzter Woche durften Interessenten sich für einen Beta-Test bewerben, der auf Ubuntu 12.04 laufen würde. Eigentlich ging es zuerst nur grob um "Steam for Linux", da die überwiegende Masse jedoch die Ubuntu Distribution nutze, sei diese auch als erste Sprungbrett für Steam gewählt worden. Aktuell sind dort 26 Linux-Produkte zu verzeichnen, darunter sind primär die bereits portierten Spiele (unter anderem auch in Bundles, zu finden.

Wer primär Ubuntu Linux als Betriebssystem nutzt, wird sich dennoch über den bequemen (wobei, welcher Linux-User kennt schon wirklich Komfort? Kleiner Scherz am Rande..) Zugriff auf Indie Games wie Aquaria, Uplink, Trine 2 oder Amnesia: The Dark Descent freuen. Auch Mainstream-Spiele wie Team Fortress 2 oder Serious Sam 3: BFE sind darin vertreten.

Der Diskurs zum Thema GNU/Linux als Spiele-Plattform besteht bereits seit langem, die Anhänger der Idee bezeichnen das Betriebssystem als potenziell leistungsfähiger als Windows. Ich sehe dahin noch dahingehend Probleme, dass Ubuntu auch in der aktuellsten Version noch beträchtliche Barrieren für neue User bereithält. Diese beschränken sich primär auf Treiberprobleme, die jedoch von unerfahrenen Usern nicht mal eben so beseitigt werden können. Wer stets die neueste Hardware nutzt oder exotische Komponenten hat, wird unter Ubuntu (zumindest heutzutage) immer wieder mit kleinerem oder größerem Gebastel konfrontiert werden. Andererseits sind andere Flaschenhälse von Windows inklusive der DLL-Hell nicht vorhanden, GNU/Linux-Systeme bremsen sich nicht auf Dauer von alleine aus und sind in korrekter Konfiguration wirklich äußerst stabil und vielseitig.

Linux Games auf Steam

Die Kritik an Windows 8 von Leuten wie Notch, die ich eigentlich sehr schätze, kann ich nicht ganz nachvollziehen: Schließlich geht es nur um die Distribution über den Windows Store, die von Microsoft reguliert wird. Jenseits von Windows RT steht es weiterhin jedem Spieleentwickler und Publisher frei, seine Produkte über das Netz oder altmodische Wege zu verbreiten. Dass Microsoft gerne alle Einträge in den eigenen Store prüfen, freigeben und bewerten möchte. Wer Spiele mit PEGI 18er-Rating oder ESRB "Adults Only"-Einstufung kaufen will, schaut bestimmt nicht zuerst im Microsoft Store. Eine Überarbeitung der etwas widersprüchlichen Richtlinien soll aber im nächsten Monat folgen.

Übrigens gibt es für Linux-User ohne explizite Einladung einen kleinen Workaround, um auch in die Beta zu kommen.

via Ars Technica


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