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Valve zeigt im Video wie der Steam Controller funktioniert

Valve zeigt im Video wie der Steam Controller funktioniert

Valve hat mit den Steambox Wohnzimmerrechnern und den Reveals der letzten Wochen für ordentlich Aufruhr gesorgt, zumindest in der Gaming-Ecke der Staaten. Der Controller ist als integraler Bestandteil der Spielerfahrung natürlich ganz vorne auf der Liste der Dinge, die einfach sitzen müssen, wenn jemand Portal oder Half-Life auf der Couch spielen möchte.

Die Maus-Tastatur-Kombination ist fast schon unschlagbar, wenn es um Shooter geht. Wie mühselig und unpräzise fühlt sich der Umgang mit einem Gamepad für einen eingefleischten PC-Gamer nur an, wie sehr möchten wir manchmal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ein Konsolero die Macht der zwei Sticks predigt. Nunja, für Flugsimulationen, Rennspiele und Jump and Runs (Super Mario 64 war bekanntlich der erste richtig gute Einsatz der analogen Sensibilität) oder Sidescrolling Shooter, für Sportspiele oder Dungeon Crawler mit Actionschwerpunkt sind klassische Gamepads hervorragend geeignet.

Wenn es aber um Strategiespiele, Managementspiele, alles mit hohem Menüaufwand und viel Herumgeklicke geht, wird der traditionelle Controller nervig. Ebensowenig ist er für hochpräzise und hochgradig schnelle Bewegungen, wie sie ein Egoshooter erfordert, geeignet oder auch konkurrenzfähig im Hinblick auf Maus und Tastatur.

Analogsticks werden in der Regel als relative Eingabe genutzt, die fortlaufend die gewünschten Bewegungs-Vektoren in ihrer Intensität regelt. Die Maus wird eher zur absoluten Positionierung oder Regelung von Vektoren genutzt, zwei Zentimeter in der echten Welt sind dann eben x Zentimeter in der virtuellen Welt. Der Bezug ist viel näher dran. Razer geht mit dem Hydra-Controller noch ein Stück weiter und macht sich Positionstracking zunutze, um auch dreidimensionalen Bezug zur echten Welt herzustellen. Eigentlich (auch laut John Carmack) das Optimum, aber eben noch lange nicht mit allen Spielen kompatibel.

Der geringste Aufwand beim Anpassen der bestehenden, gigantischen Spieledatenbank von Steam wäre also zu erreichen, wenn der Controller möglichst wenig aneckt. Das hat Valve mit dem Dual Touchpad Controller versucht, der beide Daumenpads zu einer akzeptablen Alternative macht. Im folgenden Video könnt ihr sehen, wie überraschend das in der Praxis funktioniert. Nicht vergessen: Es geht nicht darum, die Maus und Tastatur Kombi irgendwie zu toppen, vielmehr um die möglichst elegante Adaption für das Wohnzimmer.

Und die haben sie hier durchaus gut erreicht - schlussendlich entscheidet natürlich auch die eigene Präferenz. Keiner wird daran gehindert werden, sich die klassischen Eingabemethoden auch auf die Couch zu holen. Ergonomisch betrachtet (Handgelenkshaltung, repetive Bewegungen, Variation, Bewegungsfreiheit) hat der Controller aber die Nase vorn. Und ich bekomme gerade richtig Lust auf eine Steambox, die mit der nächsten Konsolengeneration den Boden aufwischt.


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  • Andy

    Die Idee ist auf jeden fall nicht schlecht mal schauen ob sich das durchsetzen wird



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