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War’s das schon mit Flappy Bird? Entwickler mächtig genervt

War’s das schon mit Flappy Bird? Entwickler mächtig genervt

Genialer Marketing-Schachzug oder purer Ernst? Flappy Bird ist aktuell neben Quizduell DER Hit auf dem Mobile-Device. Über 10 Millionen mal wurde die App in den letzten Wochen heruntergeladen - insgesamt sind es mittlerweile sogar schon an die 50 Millionen Downloads, die Flappy Birds verbuchen kann. Doch der vietnamesische Entwickler Dong Nguyen geht dieser Hype offenbar zu weit und mächtig auf die Ketten. Über Twitter kündigte er gestern Abend an, die App aus allen App Stores zu löschen.

Dabei ist das Spielprinzip so simpel wie einfach. Als Spieler müssen wir einen Vogel von links nach rechts durch eine Art Labyrinth steuern. Durch Tippen auf den Bildschirm flattert der Vogel vom Boden in die Höhe, wodurch er letztlich durch oder über Hinternisse fliegt. Schafft er das nicht, stürzt er ab. Viele Nutzer verzweifeln an dem Schwierigkeitsgrad. Denn so simpel das Spielprinzip auch ist, einfach ist die Navigation durch das Labyrinth nicht. In den App-Bewertungen hagelte es deshalb zahlreiche Beschwerden und Beleidigungen, wonach die Nutzer genervt von der Schwere von Flappy Bird sind. Trotzdem nutzen Millionen User täglich die App und beschweren Nguyen Gerüchten zufolge Werbeeinnahmen von bis zu 50.000 US-Dollar am Tag.

Dem Entwickler scheinen diese Beleidigungen und der ganze Trubel um seine App aber dennoch zu viel zu werden. Seine Nerven sollen sogar völlig blank liegen, zumindest lassen seine neuesten Tweets auf Twitter darauf schließen. Flehend und bittend kündigte er gestern Abend an, dass er Flappy Bird innerhalb der nächsten 22 Sunden aus den App Stores löschen werde und er sein altes Leben zurück möchte. Es täte im Leid, aber er hält es nicht mehr aus. An einen Verkauf der App denkt er nicht, er will einfach nur in Ruhe Apps entwickeln können. Sofern er seine Ankündigung durchzieht, dürfte die App heute um 18 Uhr deutscher Zeit nicht mehr anzufinden sein.

Dong-Nguyen-Flappy-Bird

Alles nur eine geschickte Marketing-Aktion?

Nicht wenige vermuten hinter dieser ganzen Nummer eine geschickte Marketing-Aktion, die die Downloads nochmals in die Höhe treiben soll. Schließlich lässt auch ein Update, das der Entwickler am Freitag erst für Flappy Bird veröffentlicht hat, auf diese Vermutung schließen. Und eine angekündigte Windows Phone Version der beliebten App letztlich ebenso.

Vielleicht steckt ja auch ein ganz anderer Grund hinter dem Ganzen und er möchte diesen nicht öffentlich kommunizieren. Lizenzrechtliche Probleme gibt es bislang offenbar nicht. Nichtsdestotrotz hat der Hobby-Entwickler in kürzester Zeit auf Twitter über 79.000 Follower gesammelt und sich eine echte Geldmaschine gebastelt, die ihm mehrere Tausend Dollar am Tag einbringt. Seinen angekündigten Ausstieg und der Verzicht auf weiteren Erfolg, können viele deshalb nicht verstehen. Andererseits erntet er besonders auf Twitter auch Respekt und Anerkennung für seinen Schritt. Es bleibt also abzuwarten, ob Flappy Birds heute aus den App Stores verschwindet.

Flappy-Birds

Tipp: Wer selbst mal einen potenziellen App-Hit landen möchte, aber noch keinen Plan von App-Entwicklung hat, kann sich derzeit einen iOS 7 Developer Kurs für nur ein paar Euro sichern. Normalerweise kostet der Kurs, bei dem ihr die App-Entwicklung von Grund auf erlernt, mehrere Hundert Dollar. Alle Infos und Daten zu dieser Aktion erhaltet ihr in unserem Artikel.


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Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Ralf

    Ernsthaft, der will freiwillig auf Reichtum verzichten? Klingt erstmal doof, aber falls doch dann ne Schippe Respekt von mir! Er kann sie mir ja überlassen, so als Geschenk. 😉

  • FlappyCock

    In Vietnam kriegt man halt flott mal Morddrohungen und Probleme mit der Mafia, wenn man plötzlich so viele Cashings am Start hat. Sicher nicht angenehm, ich wäre wohl ziemlich schnell ausgewandert.

  • Richi

    Stimm ich kanns schon nicht mehr downloaden.

  • Olli

    Der Typ hat sicher rechtliche Probleme. Ein Tiny Wings-Mario-Klon? Die Grafiken sind nach Meinung vieler von Nintendo geklaut oder zumindest massiv „inspiriert“. Die Begründungen glaubt doch kein Schwein, absolut lächerlich.

  • Aber hallo, so wird’s wohl sein. Es erinnert stark an Tiny Wings und Super Mario. Ist aber auch mehr als unglücklich, dass er sich ausgerechnet für die Mario-Röhren entschied. Bleibt zu hoffen, dass er noch viel zu jung ist und nur die Ohren lang gezogen bekommen hat. ^^

  • Olli

    Naja, so viel wie er verdient hat, wird er ja wohl ohne Probleme die Bußgelder zahlen können. Ich denke aber er hat gerade rechtzeitig die Notbremse gezogen und wird konsequenzlos davon kommen. Gut verdient ja er ja trotzdem und Aufmerksamkeit für weitere Spiele wird er sicher auch kriegen.



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