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Weltweit erstes komplett 3D-gedrucktes Anwesen inkl. Pool

Weltweit erstes komplett 3D-gedrucktes Anwesen inkl. Pool

Die 3D-Druck-Technologie wird in Zukunft nicht nur dafür sorgen, dass viele teure Vertriebswege mehr und mehr wegfallen, weil wieder vor Ort produziert werden kann. Sondern wird auch zur Folge haben, dass sich Unternehmen zum Teil teures Personal erspart. Dazuzählt auch die Baubranche, da sind sich viele Experten schon heute sicher. Schließlich sind die Möglichkeiten schon jetzt beachtlich, wie ein Architekt in aus New York in den kommenden Monaten eindrucksvoll unter Beweis stellen möchte.

Der bekannte Bauunternehmer und Architekt Adam Kushner hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, das erste vollständige Traumhaus im 3D Drucker herzustellen, und zwar inklusive Pool auf dem umliegenden Anwesen.

Als 3D Drucker greift er dabei auf den weltweit größten von D-Shape zurück. Dieser wurde speziell für solche überdimensional großen Anbelange entwickelt und kann einzelne Schichten mit einer beeindruckenden Größe von bis zu 10 Millimetern übereinander auftragen. Aus teilweise mehr als 300 Druckköpfen wird das flüssige Material aufgetragen. Möglich sind dabei Materialen wie Sand, Mineralstaub oder Kies, die mithilfe eines Bindemittels zusammengeführt werden.

D-Shapes

Das Traumhaus des Architekten soll 220 Quadratmeter groß werden und möglichst in wenigen Schritten komplett im 3D Drucker entstehen. Veranschlagt sind dafür mehrere Wochen, wobei die Druckgeschwindigkeit des D-Shapes mit mehr als 15 Quadratmetern pro Minute mehr als beachtlich ist. Ein ähnlicher Wert wurde schon Anfang des Jahres in China erreicht, als man 10 Kleinhäuser (eher Hütten) in einem Wisch an nur einem einzigen Tag in einem riesigen 3D Drucker fertigte.

Losgehen soll es bereits Anfang 2015. Zuvor muss noch der D-Shape nach New York verschifft werden, der in Italien gefertigt wird. Die Herstellung des Hauses soll dann entsprechend vor Ort stattfinden. Derzeit wird schon das Anwesen in der Stadt Gardiner im US-Bundesstaat New York für die Bauarbeiten samt der Verlegung diverser Verkabelungen vorbereitet.

kushner-plan

Als erstes wird allerdings der Pool gedruckt. Wobei vorher das entsprechende Loch ausgehoben wird und der Drucker darin den Pool „aufstellt“. Danach folgt das Poolhaus und das 220 Quadratmeter große Haupthaus. Den Abschluss stellen kleinere Druckarbeiten für Gartenmöbel und andere Sachen dar.

Insgesamt sieht er das Projekt aber als Lernphase bzw. als Phase der Optimierung. Er hofft, dass er aus den ersten Erfahrungen mit dem 3D Drucker weitere Schlüsse ziehen kann, um den Drucker so optimieren zu können, dass zum Beispiel das Haupthaus schneller und effizienter aufgestellt werden kann.

Plan-3Dprinted-Anwesen

Wenn 3D Drucker Bauarbeiter ersetzen

Kein freudiges Ende könnte diese Entwicklung aber für manche Arbeiter in der Baubranche zur Folge haben. Der Firmengründer von D-Shape rechnet damit, dass in Zukunft gut 30 bis 40 Prozent der Personalkosten des aktuellen Personals durch Maschinen wie diesem 3D Drucker eingespart werden könnten.

Übrigens: Ein ähnliches Projekt, bei dem zwar kein D-Shape verwendet wurde, welches aber ebenso beachtlich ist, wird derzeit von dem Neuseeländer Ivan Sentch umgesetzt. Er druckt sich nämlich einen Aston Martin DB4 GT von 1961 im 3D Drucker.


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