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Wieso das Galaxy S6 im Vergleich zum iPhone 6 enttäuscht

Wieso das Galaxy S6 im Vergleich zum iPhone 6 enttäuscht

Da hilft auch keine "Octa-Core"-CPU: Samsung fällt mit dem Galaxy S6 ziemlich auf die Nase, was die Performance angeht. Während Geekbench noch akzeptable synthetische CPU-Leistung verspricht, sieht es im Grafikbereich deutlich anders aus. Wieder einmal spielt hier die Auflösung eine Rolle in Bezug auf die Flaschenhalswirkung des Hardware-Designs.

GFXBench

Mit angezogener und fest verbauter Handbremse

Das Samsung Galaxy S6 hat wie das Note 4 eine 1440p-Auflösung (oder etwa 2,5K, wenn ihr die 4K-Terminologie bevorzugt) und braucht dementsprechend ordentlich Dampf, damit es von der Stelle kommt. Ich stelle selbst häufig fest, wie viel performanter diverse Spiele-Engines in 1080p auf meinem PC laufen, der bei nativer Auflösung mit 27-Zoll-Bildschirm dieselbe native Auflösung (=1440p) nutzt. Mehr Pixel bedeuten mehr CPU- und GPU-Zyklen derselben Berechnungen pro Einzelbild, was sich in einer geringeren Framerate widerspiegelt.

Da liegt auch der Hund bei Samsung begraben. Die Mali-T760 GPU kann die native Auflösung in Spielen einfach nicht so gut stemmen, wie das weitaus besser balancierte iPhone 6 bei 1334x750 Pixeln mit der Imagine FX S6XT-Serie-GPU. Selbst das größere iPhone 6 Plus mit 1080p und einem schlechteren Auflösung-zu-GPU-Verhältnis kommt erheblich zügiger bei der eigenen Maximalauflösung vom Fleck.

Lässt man das Galaxy S6 allerdings mit niedrigerer Auflösung und einem skalierten 1080p-Bild in einem Spiel arbeiten, schafft es unter OpenGL ES 3.0 immerhin einen Leistungsvorsprung von 20 Prozent gegenüber dem iPhone 6 Plus. Aber skalierte Auflösungen wirken sich eben auf die Bildqualität aus, wie so oft bei Spielekonsolen zu sehen.

Was heißt das nun genau? Engineering 101

Samsung hat sich mal wieder auf die Marketingtauglichkeit der Zahlen in den Spezifikationen verlassen, statt auf die sinnvolle Balance für GPU-lastige Apps zu achten. Hätte ich keine NVIDIA Maxwell-Karte unter der Haube meines Hackintosh, würde ich sicherlich auch keine große Freude an einem hochauflösenden PC-Monitor haben. Ein riesiges Ventil wird nur benötigt, wenn auch der entsprechende Druck dahinter vorhanden ist.

Gerade bei einem Flaggschiff würde ich doch erwarten, dass die Komponenten logisch aufeinander abgestimmt wurden und sich keine Flaschenhälse bilden. Wer ein Samsung Galaxy S6 erwirbt und keinerlei 3D-Spielereien oder GPU-intensive Apps damit nutzen möchte, ist meines Erachtens bei der falschen Leistungskategorie gelandet. Wer als Power-User wiederum zu diesem widersprüchlichen Gerät greift, weiß vielleicht nicht um die Umstände?

Es ist schlicht und einfach eine strategisch ungünstige Entscheidung, die für Kundschaft ( und Entwickler (Fragmentierung) in der Praxis von Nachteil ist - aber auf dem Papier gut aussieht. Die hohe PPI-Zahl beim Smartphone ist die neue hohe Megapixel-Zahl der Digitalkamera. Amüsant ist dabei, dass sich dieselbe Story wie beim S5 oder Note 4 wiederholt:


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  • Eddy E.

    Ach komm, 4k!!!
    Haben ist besser als brauchen…
    Auch wenn das brauchen erst in ca 10 Jahren kommen wird (wenn wir uns alle 60″+ TVs an die Wände tapezieren O.o) wenn überhaupt, einzige Frage die denn bleibt, wer nutzt denn noch das s6…

  • Marvin Rüdiger

    bei großen TV/Monitor kann ich das ja verstehen aber beim Handy nicht

  • Eddy E.

    Da gibt’s ja auch nicht viel zu verstehen, es ist schlicht sinnlos solche Displays in mobile Geräte zu Hämmern…
    Und wer mir jetzt mit samsungs vr Brille kommen will…
    Pffff…
    Fürs Note 4 gabs den rumpel auch schon und scheint sich nicht innovationstypisch oft verkauft zu haben also nur ne Spielerei mehr von Samsung…
    Wenn es nicht in 2 Jahren angelaufen ist zu boomen wird es wieder vom Markt gekickt…

  • Tom Werner

    Hihi soviel zum Thema TechSpecs und der daraus resultierende Nutzen. Den Samsung Usern wünsche ich viel Spaß beim Pixelzählen (:



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