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WLAN „hacken“ mit dem Hobbit-Dolch namens Sting

WLAN „hacken“ mit dem Hobbit-Dolch namens Sting

Sting ist nicht nur der Künstlername des einstigen Sängers von The Police, sondern auch ein langer Dolch der Elben (Elfen) in Tolkiens Universum von Herr der Ringe und der Hobbit. In der deutschen Übersetzung nennt sich der kleine Piekser schlicht "Stich".

Diese spezielle Klinge wurde von Bilbo in der Geschichte von der Hobbit getragen und ist für die kleinwüchsigen Wesen mehr ein Kurzschwert als ein Dolch. In der Fiktion fungiert Sting bzw. Stich als eine Art Ork- und Goblin-Radar, das mit blauem Leuchten die Nähe des Feindes signalisiert. Gollum und die Orks fürchten sich instinktiv vor dieser Sorte Waffe.

Was hat der Spaß nun mit WLAN auf sich, fragt ihr? Der Geschäftsführer von Spark, einem Unternehmen für Hardware-Entwicklungsplattformen (ähnlich Arduino, nur in kleiner und moderner, günstig und WLAN-fähig) stellte im hauseigenen Blog ein witziges Projekt vor.

WLAN "Hacking" per Hobbitschwert: Video

Eine Spielzeugversion des Hobbitschwerts wird zu WarSting, dem Schwert zum Aufspüren ungesichterter WLAN-Netzwerke.

http://youtu.be/rmjkUv5OtLM

Wenn sich WarSting in der Nähe von ungesicherten WLAN-Netzen befindet, leuchtet es blau. Mit einem Schwertschwung verbindet sich das Ding mit dem jeweiligen Netz und verkündet in einer Nachricht, dass dieses Netz nun bezwungen sei. Das Programm merkt sich das jeweilige Netzwerk, gibt den Namen und Eckdaten an den Besitzer des Schwertes weiter und startet die weitere Suche nach ungesicherten Netzen.

Was ist eigentlich dieses Wardriving?

Der Name kommt übrigens vom sogenannten Wardriving, der systematischen Suche nach und Kartografierung von offenen und geschlossenen WLAN-Netzwerken in einer städtischen Region für diverse Zwecke. Meistens sitzt man hierzu in einem Fahrzeug und scannt die Umgebung mittels einer externen Antenne. Der Prozess liefert dann eine nützliche Karte mit den Positionen von Netzwerken, die beispielsweise den eigentlich Unbefugten später als kostenlose Internetzugänge für legale oder illegale Aktivitäten dienen. Es gibt auch die freundlichen Wardriver, die ihre Nachbarschaft warnen oder in gewerblichem Auftrag nach Sicherheitslücken suchen.

Ich will das auch bauen! Wie geht das?

Den Code für das WarSting-Projekt gibt es übrigens auf GitHub, die neue Generation der Spark Cores (die jetzt Spark Photon heißen) kann man zufälligerweise beim Hersteller für 19 Dollar vorbestellen.

Eine vollständige Anleitung für den Zusammenbau bzw. das Hacking des Spielzeugschwerts, das günstigerweise bereits mit LEDs und Soundeffekten bzw. MOtionsensoren ausgestattet war, gibt es im Blog von Spark.

Das Projekt erinnert mich übrigens an etwas dunklere Konzepte (nicht aus Mordor), beispielsweise ein als Netzteil getarntes Gerät, mit dem sich angeblich sämtliche iOS-Geräte hacken ließen.


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