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ZAGG „Power Amp 18“ Akkustation im Test: Mit Lightning „Rugged Cable“

ZAGG „Power Amp 18“ Akkustation im Test: Mit Lightning „Rugged Cable“

Jetzt wo sich das Wetter mittlerweile zum Zelten eignet (wenn auch ein wenig vorsichtig, aufgrund der gelegentlichen Unwetter) testen wir mal zwei Outdoorprodukte vom Apple-Zubehörhersteller ZAGG.

Zunächst haben wir die mobile Ladestation mit eingebauter Taschenlampe und Laterne, die ZAGG “power amp 18”, im Test (Modellnummer: ZGAP18-BK0). Und direkt in Verbindung dazu schauen wir uns das ummantelte und widerstandsfähige “rugged cable” mit USB & Lightning Stecker an.

ZAGG "Power Amp 18" im Test

Vor einiger Zeit und auch aus dem Outdoorbereich probierten wir das Rugged Folio aus, das von der Verarbeitung und Widerstandsfähigkeit her bis heute überzeugen kann. Dementsprechend gehe ich mit hohen Erwartungen an die Zubehörteile heran, immerhin kostet die mobile Ladestation 99,00€ in der UVP.

Die ZAGG “power amp 18” verfügt laut Hersteller über eine Kapazität von 18.000 mAh, wer das mit noname-Herstellern auf Amazon vergleicht und nur auf den Preis schaut, greift vermutlich direkt zu einem Angebot für 18€ mit ähnlicher Spezifikation. Nun sei bei Akkus natürlich erwähnt, dass die Angaben der Billighersteller nicht immer wahrheitsgetreu sind und in der Praxis die billigeren Powerbanks schnell an Kapazität verlieren.

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Drei solide Ports für iPod, iPhone, iPad und mehr

Wie verlässlich da die “power amp 18” in der Praxis ist, das zeigt sich erst im Langzeittest, der hier den zeitlichen Rahmen sprengen würde. Interessant wird natürlich, wie die Akkustange nach einem Jahr aussieht und funktioniert.

Aber immerhin: Innerhalb der letzten 6 Wochen habe ich die robuste mobile Batterie zum Aufladen eines iPad Air 1 und iPhone 6 Plus genutzt, in diversen Temperaturkonditionen und mit unterschiedlicher Intensität und Frequenz. Was dabei auffällt, ist dass die Ladegeschwindigkeit über die 2,4A-Ports (die im Übrigen auch mit Passthrough funktionieren, also während dem Ladevorgang der Akkueinheit über das beigelegte Micro USB-Kabel an einem Netzteil oder USB Port) in etwa einem iPad-Netzteil von Apple entspricht.

Also volle Kraft voraus. Über den Batterie-Button auf der Einheit kann man ganz unspektakulär über vier LEDs den Ladestand abfragen.

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Technische Details

Der Akku hat eine 66,6 Wattstunden-Spezifikation und liefert auf allen drei USB-Ports 5 Volt und 2,4 Ampere. Als Eingangsspannung wird ebenso 5 Volt angegeben, allerdings bei 2,0 Ampere. Die Ports sind sehr robust und machen einen langlebigen und belastbaren Eindruck.

Das bedeutet in der Praxis mit relativ neuem und gut konditioniertem Produkt: Ihr könnt euer aktuelles iPhone etwa 6 Mal vollständig laden (ältere Geräte auch doppelt so oft) oder deutlich länger mit GPS, beispielsweise auf dem Bike mit Akkupack im Rucksack, und ähnlich aufwändigen Features nutzen. Ein iPad lässt sich bis zu zwei Mal vollständig aufladen.

Damit die Akkuzellen ihre Ladung dauerhaft gut halten, wird empfohlen das Akkupack nicht dauerhaft in einem Netzteil eingesteckt zu lassen. Ob sich durch diese Anmerkung negativ auf die Qualität der smarten Ladeelektronik schließen lässt, kann ich nicht beurteilen. Leider fehlen dazu die nötigen Details in der Dokumentation.

taschenlampe

Es werde Licht

Die eingebaute Beleuchtung bringt drei Zusatzfeatures. Ihr habt mit einem Knopfdruck auf die zweite Funktionstaste eine LED-Taschenlampe zur Hand, die ausreichend Helligkeit mitbringt um beispielsweise schnell die Autoschlüssel im Zelt zu lokalisieren oder den Weg zum Auto zu finden.

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Mit doppeltem Druck auf den Licht-Button aktiviert ihr die Laternenfunktion, die relativ diffus durch den Leuchtring strahlt und sich hervorragend zum Aufhängen im Zelt eignet. Da kommt zugleich der Gummiriemen zum Einsatz, der die Befestigung weiterer Gegenstände, Kabel, oder eben das Aufhängen ermöglicht. Das dritte Beleuchtungsfeature ist schlicht eine Signalleuchte.

Mit drei schnellen Knopfdrücken auf den Button fängt die LED-Taschenlampe an zu blinken. Ob man euch damit bei einem Blairwitch-Campinghorrortrip aus der Luft sieht? Vielleicht mit leichtem Nebel als Reflexionsfläche. Die Beleuchtung könnte heller sein, die Taschenlampe selbst ist nicht fokussierbar. Dafür wird sie dank dem Schutzglas und einer überstehenden Lippe ganz gut vor Stößen und Stürzen geschützt.

Das Glas selbst ist leider nicht sehr kratzfest, ich habe mit normalem Gebrauch bereits erste Kratzer verursacht, wohl von Gegenständen die im selben Rucksack transportiert wurden. Steine und Sand werden also ihre Spuren hinterlassen, wenn man damit nicht pfleglich umgeht. Das ist für die Funktion der Lampe allerdings unerheblich, nur optisch ziemlich schade bei dem doch recht saftigen Preis.

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Auch bei der Gummiummantelung des Alugehäuses kommen Fragen auf. Wieso ist diese nur mit doppelseitigem Klebeband befestigt und relativ leicht anzuheben? Vielleicht für einfachere Materialtrennung nach der Lebenszeit des Produkts? Im Dauergebrauch sammeln sich dort leider gerne Schmutzpartikel und Staubkörner. Kleine Haare und Staub bleiben übrigens gerne auch außen am genoppten Gummipart der Hülle kleben, der jedoch wiederum für sehr guten Grip sorgt. Kompromisse, die man da wohl eingehen musste.

Löblich ist auf jeden Fall das Gesamtfeeling der Einheit. Die Verarbeitung ist insgesamt gut bis sehr gut mit geringen Toleranzen, netten Details im Design und die Gummiabdeckung für die drei USB-Ports (plus den Mikro-Ladeport) ist sehr löblich - sie sitzt fest und macht den dauerhaften Gebrauch garantiert mit. Es gibt keine unangenehmen Gerüche, die vom Material ausgehen, was man von billigen Powerbanks nicht immer behaupten kann.

Die mobile Akkustation kann man beruhigt mit in den Wald oder an den Strand nehmen, für den Schutz der Funktion ist auf jeden Fall gesorgt. Auch ist sie unter den Konkurrenzmodellen noch optisch mit am attraktivsten und wertigsten, wobei das natürlich Geschmackssache ist. Die dreieckig-abgerundete Form ist schnell verstaut und handlich, wenn nötig lässt sich das ca. 550 Gramm schwere Spielzeug auch kurz in die Hosentasche oder Cargopants stopfen - vorausgesetzt der Gürtel hält das Beinkleid oben.

zagg power amp 18

Vorab-Fazit:

Die ZAGG “power amp 18” ist eine Akkustation für Urlaube, Campingtrips und Ausflüge mit Saftbedarf. Allerdings müsst ihr dafür auch einen relativ hohen Preis zahlen, der im Noname-Umfeld vier ähnlich beschriebene Powerbanks (ohne die Beleuchtung) erkauft. Dass die Akkus um den Faktor 4 besser sind als bei der Konkurrenz - das wagen wir zu bezweifeln.

Letztlich bleibt noch der Gedanke der Nachhaltigkeit und die beschränkte Lebenszeit von Akkus - was passiert mit dem Ding, wenn die Zellen irgendwann ausgeleiert sind? Je nach Gebrauchsmuster könnte das schon innerhalb 2-3 Jahren passieren, dann landet die Akkustation vielleicht auf dem Müll. Denn vom Kunden austauschbar sind die Zellen offiziell nicht und der Job ist sicher auch nicht mit geringem Aufwand oder mangelnden Elektro-Skills zu bewältigen. Unter Berücksichtigung besagter Nachteile bleibt dennoch die hübsche Optik, solide Power und das Gesamtpaket.

Wer allerdings keine zusätzliche Taschenlampe schleppen möchte, eine Campinglaterne brauchen kann und nicht unbedingt auf das Geld, sondern auf das Design, die Sicherheit und die Verarbeitung schaut, dem kann ich die mobile Akkustation bedingt empfehlen. Das Hauptmanko ist für mich der stolze Preis, aber der ist bekanntlich nicht das Hindernis für alle Kundengruppen.

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Schnelle Worte zum “Rugged Cable”

Apple ist nicht gerade für die Langlebigkeit von Ladekabeln bekannt, deren Enden gerne ihre Ummantelung verlieren und bis dato nicht der Qualität der Produkte entsprechen. Die Alternative von ZAGG verfügt über exzellente Entlastung und einen verwebten Mantel, der das Kabel robuster macht und einem verheddern durch erhöhte Festigkeit entgegenwirkt.

Der Lightning-Stecker macht guten Kontakt und das iPhone meckert nicht, denn das Kabel ist MFi-zertifiziert und übertrifft sogar Apples Anforderungen. Beide Stecker sitzen sehr fest und vermitteln mehr Sicherheit als das "Original", könnten aber im Falle des Unfalls vermutlich auch "mitreißender" sein.

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Das Kabel kostet 24,99€, ist aber momentan nicht lieferbar und auf der Website des Herstellers nicht gelistet. Sobald es wieder auftaucht, werden wir einen Link zum Produkt nachliefern.

Insgesamt macht das “Rugged Cable” einen sehr langlebigen Eindruck und ist mit 1,2m ausreichend lang, um es mit der Akkuleuchte zu kombinieren.


Anmerkung: ZAGG hat mir die Hardware für meinen Langzeittest freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Wie immer wurde meine eigene Meinung dadurch aber nicht beeinflusst.


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