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Android Malware: 5 Hinweise die auf eine Infizierung hinweisen

Android Malware: 5 Hinweise die auf eine Infizierung hinweisen

Android Malware wird vielerorts leider nach wie vor unterschätzt. Dabei ist das Wachstum gewaltig. Allein in der zweiten Jahreshälfte von 2012 waren laut Bitdefender 292% mehr Schadprogramme für Android um Umlauf als in den ersten 6 Monaten zuvor. Die Gefahr wird dadurch immer größer, dass Smartphone-Besitzer weltweit infiziert werden.

Dabei ist es für den normalen Smartphone-Nutzer nicht immer einfach, Malware zu erkennen. Ist ein Gerät einmal infiziert, kann der Folgeschaden groß werden. Um Malware zu bekämpfen, müssen wir jedoch keine Computerspezialisten sein. Denn die meisten Schadprogramme sind relativ einfach programmiert. Nachfolgend habe ich deshalb 5 Tipps zusammengetragen, die darauf hinweisen können, dass Malware vorhanden ist.

1. Schlechte Akkulaufzeit

Ein deutlicher Hinweis auf Malware stellt oftmals eine verschlechterte Betriebslaufzeit des Geräts dar. Wer wenig Hintergrundaktivitäten am Laufen hat und nicht sonderlich viel telefoniert oder Textnachrichten schreibt, sollte mit einer Akkuladung ohne Probleme über den Tag kommen. Entleert sich der Akku allerdings rasanter als sonst, könnte das bereits ein erstes Anzeichen sein. Malware-infizierte Apps mit allerhand aggressiven Werbebannern wirken sich erheblich auf die Akkulaufzeit aus.

2. Hohe Telefonrechnung

Ist ein Android-Smartphone mit Malware infiziert, ist es nicht unüblich, dass ohne Kenntnis des Nutzers Nachrichten an teure Nummern verschickt werden. Dabei solltet ihr eure Telefonrechnung stets im Auge behalten und überprüfen. Um nicht aufzufallen, sind verschiedene Schadprogramme so programmiert, dass beispielsweise nur einmal im Monat eine teure Kurznachricht verschickt wird. Für die Programmierer kann das in der Summe ein hübsches Sümmchen bedeuten.

3. Störungen

Malware gibt es in unzähligen Variationen. Beispielsweise kann sich ein infiziertes Gerät während eines Telefonats bemerkbar machen, indem wir komische Störungen hören oder bemerken. Ist das bei euch erst seit Kurzem der Fall, könnt ihr bei eurem Mobilfunkanbieter anfragen, inwiefern dieser an den Störungen schuld ist. Andernfalls könnte es sich um ein Hardware-Problem handeln oder eben auch um eine Malware-Infektion. Immer wieder gibt es Fälle, in denen Nutzer bei Gesprächen belauscht wurden.

4. Schlechte Performance

Stellt ihr deutliche Einbußen bei der allgemeinen Performance eures Geräts fest, beispielsweise beim Surfen im Netz, dem Lesen eines Ebooks oder dem Erstellen eines Textdokuments, ist das ein deutlicher Hinweis auf verschenkte Geschwindigkeit, die euch durch die Lappen geht. Natürlich können viele Widgets und Apps die Performance beeinträchtigen, doch auf Dauer ist es vor allem Malware, die die gesamte Geschwindigkeit beeinflusst. Zur Kontrolle könnt ihr mehrmals am Tag einen Neustart durchführen, euren Random Access Memory (RAM) überprüfen und die CPU-Last im Auge behalten.

5. Datenklau

Einmal auf dem Gerät installiert, können Schadprogramme sensible Daten von eurem Gerät an Dritte weiterleiten. Auch aus dem Netz können Daten im Hintergrund auf euer Smartphone geladen werden, ohne das ihr Wind davon bekommt. Die Folge: Eure Telefonrechnungen könnten in die Höhe schwellen. Als vorbeugende Maßnahme könnt ihr unter anderem Download-Begrenzungen einrichten, bei dem ein Angreifer nur bis zu einer gesetzten Grenze Daten herunterladen kann. Ihr solltet auch eure Download- und Upload-Aktivitäten stets kontrollieren. Stellt ihr unübliche Veränderungen fest, könnte das ein Zeichen auf vorhandene Malware sein.

Lösungen:

Mehrere Statistiken ergeben, dass aktuell besonders Gingerbread 2.3, Ice Cream Sandwich 4.0 und Jelly Bean 4.1 mit Malware zu kämpfen haben. Die Chance, dass ihr euch mit eurem Android-Smartphone irgendwann infiziert, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 88 % in den Raum geworfen. Doch wie könnt ihr Malware bekämpfen?

Android-User, die sich mit Malware infiziert haben, sollten als Erstes dubiose und merkwürdige Apps von ihrem Gerät löschen. In vielen Fällen ist damit allerdings das Problem noch lange nicht an der Wurzel gepackt. Solltet ihr nach der App-Löschung immer noch Probleme feststellen, müsst ihr möglicherweise euer Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

Um möglichen Infizierungen vorzubeugen, stehen im Google Play Store seit einiger Zeit diverse Security-Anwendungen zum Download bereit. Diese schützen euch vor den gängigsten Angriffen. Generell solltet ihr bei der Suche nach Apps, und besonders vor dem Download, diesen Ansatz im Hinterkopf behalten. Viele Apps wollen Berechtigungen, die kein Mensch braucht. Lest diese Standpunkte jedes Mal durch, bevor ihr blind auf "Ok", "Stimme zu" oder "übernehmen" klickt.


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