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Der Trojaner „Zeus V3“ plündert Konten

Wie kürzlich bekannt wurde, gibt es wieder einen neuen Trojaner, der schon über 3000 Bankkonten in England geplündert hat und dabei mehr als 820.000 Euro erbeuten konnte. Der Name des gemeinen Schädlings ist Zeus V3.

Entdeckt wurde er von der englischen Sicherheitsfirma M86, die auch herausfand, dass diese Attacken über diverse Server aus Osteuropa gesteuert werden. Wer für diesen Angriff verantwortlich ist konnte aber bis dato nicht ermittelt werden.

Wie wird mein Computer infiziert?

Mit dem Trojaner kann man sich schon beim normalen surfen infizieren. Denn die Kriminellen schalten normale Werbebanner, in denen ein Schadcode versteckt wurde. Bei einem Klick auf so einen Banner wird der Rechner Infiziert. Bei sehr schlecht gesicherten Windows-Rechnern reicht es teilweise schon aus, sich den Werbebanner im Browser nur anzeigen zu lassen und schon ist der Rechner mit dem Schädling befallen.

Der Trojaner nutzt wie immer eine der Schwachstelle im Betriebssystem Windows und nistet sich dann im System ein. Dieser gesamte Vorgang wird als Drive by Download bezeichnet. Ihr werdet die Infizierung also nicht bemerken, da nicht angezeigt wird, dass ihr etwas herunterlädt.

Wie arbeitet der Schädling?

Der Trojaner bedient sich einer ganz raffinierten Masche, auch „Man-in-the-middle“ genannt. Sobald ihr mit dem Online-Banking beginnt, ihr euch in euer Konto eingeloggt habt und eine Überweisung tätigen möchtet und Kontonummer, Bankleitzahl und Betrag eingegeben habt, werdet ihr wie immer zur Eingabe einer Tan aufgefordert. Dann beginnt das böse Spiel des Trojaners, er schiebt sich zwischen den Prozess des Online-Bankings und der Bank. Er ändert für euch nicht sichtbar die Empfänger-Kontodaten und ihr überweist das Geld auf das Konto der Kriminellen.

Ihr bemerket dies natürlich zunächst nicht, weil es für euch danach aussieht, als hättet ihr den Betrag auf das richtige Konto überwiesen. Das böse erwachen kommt meist erst Tage später wenn man die Buchung auf den Kontoauszügen nochmal genau unter die Lupe nimmt. Momentan tritt dieser Trojaner vermehrt nur im Ausland auf, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis er auch bei uns auf die Jagd geht.

Wie kann ich mich schützen?

Das aller wichtigste ist, dass euer System über ein Antivirusprogramm in der aktuellsten Version verfügt. Am besten mit Echtzeitschutz - die Firewall sollte immer aktiv sein und es sollte darauf geachtet werden, dass ihr regelmäßig die Windows Updates macht. Es empfiehlt sich natürlich auch, immer ein zusätzliches Anti Spyware Programm zu installieren.


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  • Thorben

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    Denis



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