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GelaSkins HardCase: ein Testbericht

GelaSkins HardCase: ein Testbericht

Wenn es um unsere allerliebsten Lieblinge, unsere unsäglich wertvollen elektronischen Wunderwerke mit Apfel-Logo und Hochglanzoptik geht - da scheiden sich oft die Geister. Vor allem wenn es um den Schutz geht.

Case oder kein Case?
Das ist hier die Frage.

Der eine bevorzugt das nackte Gerät, weiß die Wertigkeit zu schätzen und genießt die reine Oberfläche - unverschandelt von zusätzlichen Folien und Cases.

So ging es mir auch. Bis mein damals beim Launch gekauftes iPad 2 einen unschönen Kratzer auf der Rückseite erfuhr und damit unwiederbringlich seinen Frisch-Ausgepackt-Charme schlagartig verlor. Ein finsterer Tag für die Menschheit. Viele legten eine Schweigeminute ein. Ok. Ganz so dramatisch war es vielleicht nicht. Dennoch wählte ich fortan den Weg des externen Schutzes.

Eine dicke Lederhülle oder ähnliche Vollummantelungen in Form von schockresistenten Cases kamen insbesondere beim iPad nicht infrage. Für den längeren Transport gibt es Sleeves, die diesen Job erledigen. Zudem sahen viele Produkte aus dieser Sparte schlichtweg unschön aus.

Kunst auf Folie und Polymer

Schließlich fand ich im Netz einige Varianten der sogenannten GelaSkins, die damals frisch für das iPad 2 erschienen waren. Angesprochen von der künstlerisch interessanten Optik stöberte ich durch das vielfältige Sortiment des Herstellers aus Übersee. Zweifellos hatte ein kleines Start-up hier eine Nische gefunden, die einen an online T-Shirt Shops wie threadless.com erinnern.

Doch statt einem Communityvotum zu unterliegen, werden die Designs bei GelaSkins gänzlich von Hand verlesen. Die besagte Auswahl ist sicherlich nichts für spreadsheetverschlingende Krawattenträger. Vielmehr findet sich im Portfolio der Kanadier ein bunter Querschnitt durch moderne Kunst mit dem gelegentlichen Klassiker dazwischen. Auch abstrakte Motive oder Makroaufnahmen sind vertreten. Insgesamt über 100 Künstler mit mehreren Arbeiten finden sich auf über 100 Endgeräten inklusive Kindle, iPad und iPhone. Wahnsinn.

Mit dem Erwerb des iPhone 4S stand ich nun vor der Entscheidung: Folie oder Case? Oder vielleicht gar nichts?

Erfahrungsgemäß tendiert jedes noch so gute Display irgendwann zu Kratzern. Beim iPhone 4/4S liefern die Kanten und die Rückseite zusätzliche Angriffsfläche für Schlüssel, kleinere Stürze oder verschiedene fiese, kleine Partikelchen auf Tischen. Zudem wurde ich bereits Zeuge einiger zersprungener Displays, bei denen die zum Unfallzeitpunkt sich in der Hosentasche befindlichen Hüllen wenig brachten. Es sollte also schon ein festes Case sein.

...denn den Porsche schrammt man auch nicht an der Hauswand

Ein Blick in den deutschen GelaSkins Store offenbarte ein interessantes Novum: Das GelaSkins HardCase. Da ich bereits von der Druckqualität der Klebefolien überzeugt war, beschloss ich das neue HardCase einem Alltagstest zu unterziehen.

Besonders wichtige Kriterien für den Test: die Passform, der Druck und haptische Qualitäten eines Cases. Nicht zuletzt sollte auch die Kompatibilität zu sämtlichen Anschlüssen gewahrt werden. Wer möchte schon das HardCase entfernen, um beispielsweise den Akku zu laden? Richtig, keiner.

Zum Glück haben die Industriedesigner von GelaSkins an alles gedacht. Das Case schmiegt sich wirklich hochpräzise an das iPhone an und rastet unterhalb der vorderen Glaskante ein. Auch wenn das HardCase wie angegossen sitzt, beschränkt sich der Kontakt am Rand vor allem auf den metallischen Rahmen. Auf der Vorderseite des Geräts steht das Case etwa 0,3 mm über, was sich bei Stürzen durchaus als sinnvoll erweisen kann. Selbst bei einem flachen Aufprallwinkel ist es sehr wahrscheinlich, dass die Sturzwirkung vom HardCase abgefangen wird.

Durchdachter Schutz,
robustes Material

Die Aussparung für die Kamera ist zusätzlich nach innen hin abgewinkelt, insgesamt entsteht somit der Eindruck von einem rundum geschützten iPhone. Wie auch schon in unserer Community berichtet wurde: Der bis dato sicherste Sturzretter ist eine Hartschale. Im Falle des GelaSkins HardCases handelt es sich um einen äußerst robusten Kunststoff, der sich nicht mal eben mit der Hand demolieren lässt. Dennoch verfügt der Werkstoff über eine leichte Grundflexibilität, welche das Einsetzen und Herausnehmen des iPhones ermöglicht.

Im folgenden Video sind die Applikation bzw. Entfernung gut zu sehen:

Dock, Buttons, Kamera und ein Großteil der Oberseite wurden ausgespart. Dennoch sind die oberen Ecken des Geräts geschützt und fangen einen Sturz ab. Beim Klinkenanschluss zeigte sich ein kleines Problem: Größere Stecker, wie die von Hi-Fi-Kopfhörern oder Auxkabeln für die Anlage im Auto, können nicht vollständig eingesteckt werden. Grund dafür ist die Ummantelung an der oberen Hinterkante. Die Beeinträchtigung liegt jedoch im Schwellenbereich des Klinkenstandards und verursacht keinerlei akustische Probleme. Haptisch ist diese Lösung jedoch suboptimal, es fühlt sich einfach nicht so gut an wie ein Stecker mit perfektem Sitz.

Also nix für Zwangsneurotiker.

Die Lautsprecher und Mikros des iPhones liegen hingegen völlig frei und das HardCase beeinträchtigt in keinster Weise die Sprachqualität. Auch der Super Mario Soundtrack auf höchster Lautstärkestufe brachte keine bemerkbare Zusatzresonanz im Zusammenspiel mit dem HardCase zutage. Sämtliche Seitentasten lassen sich übrigens problemlos erreichen, auch wenn nur eine Hand eingesetzt wird.

Haptisch wirkt das HardCase hochwertig und massiv, obgleich es sehr wenig Eigengewicht mitbringt: Auf der digitalen Feinwaage kamen lediglich 19,7 g zusammen.

Im Alltag zeigt sich: Wer sein Gerät gerne in guter Form hält, braucht sich mit dem HardCase von GelaSkins keine Sorgen um die kratzeranfällige Rückseite mehr zu machen. Dennoch ist der Griff zum HardCase sicherlich nicht jedermanns Sache: Der zusätzliche Millimeter macht das iPhone zwar griffiger für große Hände, bleibt allerdings Geschmackssache. Qualitativ können die Produkte von GelaSkins jedoch auf ganzer Linie überzeugen. Wer es lieber hauchdünn mag, sollte zu den ebenso bunten Schutzfolien von GelaSkins greifen. Die im Bild zu sehende Rückfolie für das iPad 2 hat mein Lieblingstablet schon vor so manchem Folgekratzer bewahrt.

Shut up and take my money!

Hierzulande sind die GelaSkins Folien (für 14,95 €) und das HardCase (für 34,95 €) im deutschen Shop des Herstellers erhältlich. Im Zusammenspiel mit dem passenden Wallpaper wird aus dem iPhone, iPad, Macbook oder iPod Touch ein Gesamtkunstwerk mit ordentlichem Kratzschutz.

Wem die unzähligen Designs alle nicht zusagen: GelaSkins bieten auch einen Custom Coverdruck an.

Die Stars aus dem Test:

  • Chroma von Andy Gilmore
  • Oversoul von Alex Grey
  • Bookshelf von Colin Thompson

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