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Google von FTC „freigesprochen“, Suchergebnisse seien fair

Google von FTC „freigesprochen“, Suchergebnisse seien fair

Die Federal Trade Commission oder FTC beendete ihre Untersuchung hinsichtlich der Geschäftspraktiken von Google. Wie wir alle wissen, regieren Suchmaschinen nach wie vor das Internet und lassen Traffic in die eine oder andere Richtung fließen. Besucher bedeuten Werbeeinnahmen, Abonnements oder Sales - direkten oder indirekten Umsatz.

Natürlich liegt da die Vermutung Nahe, Google würde die eigenen Dienste bei der Suche bevorzugen. Immerhin hat der falsch geschriebene Googol so einiges an Macht durch die Bevorzugung der Konsumenten erhalten.

Die Federal Trade Commission ist übersetzt soetwas wie eine Bundeshandelskommission und kümmert sich um Verbraucherschutz und Kartelle, in diesem Fall um die Suchergebnisse von Google. Für Google. Denn mit den Suchergebnissen verknüpft sind auch andere Angebote des Suchtitanen, worunter Google Plus, AdWords, YouTube und diverse kleinere Projekte fallen.

Bereits seit längerer Zeit wetterten also diverse Konkurrenten aus Neid und auch aus einem gewissen Sinn für Gerechtigkeit (in diesem Fall Interpretationssache, wenn ihr mich fragt) gegen die externe Politik von Google. Außerdem waren patentierte Technologien von Google ebenso Bestandteil der FTC-Untersuchung.

Der FTC Vorsitzende Jon Leibovitz bezeichnete Google als eine der großartigen Firmen in den Staaten und die Anschuldigungen von Microsoft und anderen Rivalen als Resultat ihres Wettbewerbs.

Beschlossen wurde unter anderem, dass Google einige essentielle Patente nicht blockiert oder zurückhält, sondern die Lizenzierung durch Dritte stets genehmigt. Dabei geht es um intellektuelles Eigentum, das für moderne Smartphones und Tablets als "essentiell", sprich schwer vermeidbar gilt.

Während einige Hinweise darauf deuteten, dass Google durch Änderungen am Suchalgorithmus die Konkurrenz ausschalten wollte (welcher Unternehmer attackiert nicht seine Wettbewerber, mit denen er sich die Spitze teilt?), wurde überwiegend beschlossen dass die Suchergebnisse von den Änderungen am Algorithmus profitierten. Außerdem seien die fragwürdigeren Praktiken unter den Änderungen auch von den anklagenden Konkurrenten eingesetzt worden, Touché.

Würfelbüro in Mountain View

Google-Arbeitsplatz: Ein Cube-Büro in Mountain View

Google wird nach wie vor als Wirtschaftsantrieb und Kurbel für Innovation betrachtet, die Suchmaschine hat ohne Zweifel das Internet revolutioniert und die Dienste bieten (zumindest monetär betrachtet) einen immensen kostenlosen Mehrwert für Nutzer des Angebots. Wenn ich mir die grottenschlechten Ergebnisse mit Bing oder manchmal sogar DuckDuckGo anschaue, bin ich auch froh dass keiner der halbgaren Konkurrenten einen Fuß in Google's Müsli setzen darf. Schließlich brächte eine Regulation des Suchalgorithmus im besten Falle Probleme und Missbrauch mit sich.

Noch diesem Monat sollen wir von Joaquin Almunia, dem Zuständigen in Europa für Wettbewerbsrecht, hören wie es weitergeht. Ein detailliertes Schriftstück stehe nämlich aus, welches die Forderungen von Herrn Almunia detailliert auflisten wird. Der Gute wird unter reichlich Druck von Microsoft (Bing) und anderen, kleineren Konkurrenten von Google stehen. Die Konkurrenz will wertvollere Kompromisse sehen, als die von der FTC beschlossenen. Aber auch die internationale initiative für Wettbewerb am Markt hat den Finger drauf und wird sicherlich die Bremse ziehen wollen, solange es noch geht. Ob irgendjemand Google noch bremsen kann oder gar sollte, das ist die andere Frage. Was meint ihr?

via CNBC, telegraph


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