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Geräte mit Android 4.1 (Jelly Bean) noch immer selten, iOS hingegen bei mehr als 60% anzutreffen

Geräte mit Android 4.1 (Jelly Bean) noch immer selten, iOS hingegen bei mehr als 60% anzutreffen

Nach der Ankündigung bzw. Veröffentlichung der Nexus 4, 7 und 10 Geräte sowie Android 4.2 steht Google garantiert vor einem Zuwachs an Marktanteilen, da sind sich reichlich Analysten sicher. Aber wie sieht es mit den Usern aus? Währed das bereits länger veröffentlichte Nexus 7 Tablet nur bis mitte November auf ein Android 4.2 Update warten muss, sieht es bei der breiten Masse der Android User anders aus.

Das Bild mag im Alltag etwas verzerrt werden, je nachdem in welchen Kreisen wir uns bewegen sind vielleicht alle Geräte auf dem neuesten Stand. Die Realität für Entwickler sieht bei der Plattform Android allerdings anders aus und ist keineswegs ein Grund für Freude: Über 53% aus der Gesamtsumme aller Android-Geräte mit Google Play Zugang wurde von Google als Gingerbread mit API-Version 10 identifiziert, sprich Android 2.3.3 − 2.3.7. Die mittlerweile 2 Jahre alte Version macht noch immer den überwiegenden Teil der Geräte aus. Aktuell ist hingegen Jelly Bean (Android 4.1), wo die Distribution nach gestrigem Stand insgesamt 2,7% beträgt. Im Vergleich zum Vormonat bei 1,8% können wir also eine Wachstumsrate von fast einem Prozent verzeichnen.

Das ist insofern schade, dass die Piraterierate langfristig von aktuellerer Firmware profitieren könnte. Die Android App DRM wurde mit Android 4.1 (Jelly Bean) eingeführt, um Entwicklern einen halbwegs vernünftigen Schutz vor dem kostenlosen Beziehen ihrer Apps zu schützen und die Plattform somit attraktiv zu machen. Die Entwickler von Football Manager klagten beispielsweise über ein Verhältnis von 9:1 in Bezug auf gecrackte Versionen ihres Spiels vs. den Käufen. Ungünstigerweise stieß die DRM-Maßnahme im August auf Probleme und musste abgeschalten werden, was Google in stiller Form vornahm. Aus Sicht der aktuellen Distribution ist diese Veränderung jedoch für die meisten Entwickler nicht fatal, schließlich seien die meisten User sowieso noch auf Gingerbread, wo dieses Feature nicht implementiert ist, so The Register.

Android Distributionsrate (Quelle Android Dev Dashboard)

Apple’s iOS hat genauso mit Piraterieproblemen zu kämpfen, lediglich In-App-Käufe sind bedingt sicher und können Umsatz versprechen, so traurig es auch ist. Das Verhalten der User formt die Politik der Entwickler und der Plattform: Offensichtlich ist es in vielen Köpfen noch nicht angekommen, dass Programmierer auch Nahrung zu sich nehmen und Miete zahlen müssen. Das gilt auch für das “Probefahren”-Argument, denn bei Beträgen unter 6 Euro wird wohl kaum eine Ware vorher ausprobiert.

Mit der Adoptionsrate für die aktuelle Betriebssystemversion und den einhergehenden Features sieht es jedoch wesentlich besser aus: Apple liefert zwar keine direkten Angaben (nur gelegentliche Geräteziffern bei Keynotes), dafür gibt es reichlich Statistiken von Entwicklern und Werbenetzwerken. Industriedatenlieferant Chitika berichtet von 15% Distribution innerhalb der ersten 24 Stunden nach Release. Ende Oktober waren bereits 61% des gemessenen Traffics als iOS 6 zu identifizieren, im Release des iPad mini sehen die Datenexperten von Chitika eine Beschleunigung des Adoptionsprozesses. Apple’s iOS bleibt zumindest nach den vorgelegten Daten (trotz der oft als umständlich beschriebenen Entwicklungsumgebung) eine präferable Wahl für Entwickler, die in ihrer Zielgruppe möglichst viele High-End-Geräte erreichen wollen und die neuesten Features der Plattform nutzen.

iOS 6 Verteilung (Chitika)

Wie seht ihr das? Entwickelt ihr für eine der beiden Plattformen, oder vielleicht für beide? Ich persönlich bin noch immer enttäuscht, wie wenig Optimierung in der Games-Ecke für die doch sehr leistungsstarken Geräte einfließt. Dieselben Titel sehen auf iOS meist besser aus und laufen erheblich flüssiger, auch wenn auf Tegra-Titeln die Texturen gelegentlich schärfer sind (was aber die Ausnahme darstellt). Sicherlich ist dieses Resultat das Produkt aus der Fragmentierung unter Android und auch eine gewisse Rentabilitätsfrage. Auch wenn manche User sich mit ihrem Gerät im Zentrum des Universums warhnehmen, müssen Entwickler schließlich auch abwägen und testen, inwieweit ihre Software auf der Plethora der Android-Geräte gut läuft.

Sources Android Developer Dashboard, Chitika, via TGDaily


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