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Intel Xolo X900: Smartphone mit Intel-Prozessor gesichtet

Intel Xolo X900: Smartphone mit Intel-Prozessor gesichtet

Die Kollegen von Ars Technica berichten vom ersten Intel Smartphone mit neuer Atom CPU und netter Hardware im mittleren Preissegment.

Als Netbookuser der ersten Stunde erinnere ich mich noch an den vergangenen Diskurs um die Herrschaft am Markt für mobile Computing. An den Verkaufszahlen der Smartphones und Tablets mit ARM-CPU und der Verdrängung von Netbooks auf der Intel-Plattform lässt sich bereits deutlich erkennen, wer nun den Kürzeren gezogen hat. Wäre der Keyboard-Support auf dem iPad nicht so miserabel, würde ich für Blogbeiträge unterwegs auch kein Netbook mehr mitschleppen. Aber dazu ein andermal mehr.

Heute geht es um Smartphones, genauer um das Xolo X900: Ein Produkt aus der Synthese von Intel's Technologie und dem Fertigungsknowhow vom Indischen Produzenten Lava International. Abgesehen von dem unglücklichen Namen ist das Xolo mit einem 1024x600px Bildschirm bei 4 Zoll Diagonale ausgestattet und verfügt über eine (auf dem Papier) nette Rück-Kamera: 8 Megapixel mit 1080p Video bei 30 Frames pro Sekunde. Am interessantesten ist wohl der Prozessor, welcher unter der Bezeichnung Atom Z2460 hergestellt wird und bei 1,6 GHz und einem physischen Kern mit Hyperthreading sein Crunching-Dasein fristet. Die Grafikpower kommt hingegen von einer PowerVR SGX 540 GPU, ähnlich den meisten Performern unter den mobilen Geräten. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher rundet das Päckchen ab.

Reviews bezeichnen das Gerät als Standardware im mittleren Preissegment und heben vor allem die hohe Kontrolle über die Kamerafunktionen hervor. Ansonsten läuft darauf das Standard-ROM von Gingerbread, ein Update auf Ice Cream Sandwich ist jedoch in absehbarer Zeit zu erwarten. Insgesamt ist das Teil also nichts besonderes, zumindest für den Durchschnittsuser. Im Inneren werkelt jedoch eine ganz andere Architektur, als die der gängigen ARM-Geräte: x86 nämlich. Daher werden alle Binaries erst mal mit der Intel-eigenen Software konvertiert, was wohl schon ganz gut laufen soll. Ein großer Schritt für Intel, ein Produkt im ziemlichen Mittelmaß für uns.

Es bleibt abzuwarten, ob Intel nun der Sprung in den Smartphone und Tablet Markt gelingt, angetrieben von der neuen Medfield-Architektur und dem noch kommenden großen Bruder mit zwei physischen Kernen und einem besseren Grafikprozessor. Sowas haben wir vor 3 Jahren allerdings auch schon gehört und schnell vergessen.

Recht cooler Nebeneffekt: Die x86-Architektur ermöglicht theoretisch die Ausführung von Desktopanwendungen "großer" Betriebssysteme.

via Ars Technica
Bild: AnandTech


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