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New Balance: erste Schritte mit 3D-Druck-Schuhen

Wir stehen noch am extrem frühen Anfang einer Revolution in der Herstellung von so ziemlich allen Konsumgütern. Mit der Zeit wird die Präzision, Rentabilität, Materialdiversität und Akzeptanz von 3D-Druckern steigen, was effektiv bedeuten wird, dass wir fast jedes Produkt nach unserem Gusto anpassen können.

New Balance ist unter anderem durch Steve Jobs bekannt, dieser trug die New Balance 991 Laufschuhe mit Veloursleder (kurioserweise, obgleich er dietärer Vegetarier/Veganer war) und diverse Athleten machten Gebrauch von der beliebten Marke.

Im Sportbereich ist diese Neuerung natürlich besonders willkommen: Wer bereits einige Kilometer auf seinen Gummisohlen gejoggt ist, wird die Abnutzung kennen und vielleicht auch Bekanntschaft mit unangenehmen Nebenwirkungen gemacht haben.

Mit einem als Selective Laser Sintering (SLS) bezeichneten, proprietären Fertigungsprozess macht sich der Hersteller nun auf zu neuen Wegen. Das Kunststoffpulver wird wie bei metallischen 3D-Drucken per Laser immer Stück für Stück zur Aushärtung gebracht und Schichtweise aufgetragen. Der Herstellungsprozess öffnet neue Wege und bringt MAteriale an ihre Grenzen, die mit klassischen Verfahren nicht annähernd erreicht werden könnten. Dank SLS lässt sich auch die Zeiz zwischen Design und Prototyp verkürzen.

So lassen sich beispielsweise ultraleichte Schuhe mit Spikes für Läufer und Fußballer "drucken", die auf den jeweiligen Sportler abgestimmt sind. Dazu werden biomechanische und biometrische Daten in einer Analyse inklusive Motion-Capturing erfasst und auf das finale Schuhmodell übertragen. Der Schuh sitzt nicht nur verdammt gut, sondern verbessert auch an allen Ecken die Performance des Sportlers - in der Theorie. In der Praxis durfte Jack Bolas im Januar dieses Jahres bereits mit den ersten angepassten Schuhen laufen. Neben den Spike-Unterteilen arbeiten New Balance auch an gedruckten Polstersohlen.

Solltet ihr schon mal zum Schuhhändler eures Vertrauens laufen um euch z.B. Sneaker im Iron-Man-Eigendesign drucken zu lassen? Vermutlich erst in wenigen Jahren, denn aktuell ist die damit verbundene Technologie noch etwas zu teuer. Die Kollegen bei Gizmodo halten eine künftige Vermessung und 24h-Herstellung von Maßschuhen für nicht allzu unwahrscheinlich. Ich würde fast soweit gehen und behaupten, dass wir unsere Schuhe in einigen Jahren vollständig selbst in den eigenen vier Wänden drucken werden. Dasselbe gilt für Lampenschirme, Ersatzteile, temporäre Verpackungen und diverse Sammlerobjekte. Wo die 3D-Drucker-Reise wohl hingeht?

Pressemitteilung: New Balance Pushes the Limits of Innovation with 3D Printing


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Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Tom

    Das Video erinnert ein bisschen an Scarface, oder? 😀

  • Rob

    Gliedmaßen und Organe „drucken“ – dass wäre eine unfassbar große Geschichte, hoffentlich wird es funktionieren. 🙂

  • Tom

    Absolut! Auch der Druck von Nahrungsmitteln (Fleisch) könnte die ölgetriebene Agrarwirtschaft revolutionieren, wenn auch aktuell etwas frankensteinhaft. 😉
    An meiner Alma Mater werden derzeit sogar Burger-Prototypen gedruckt.



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