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US-Marine testet gigantische Laserkanone für den Abschuss von Drohnen

In der Kriegsführung und Entwicklung von hochtechnologischen Waffen ist kein Land der Welt so breit aufgestellt, wie die Vereinigten Staaten (USA). Unmengen an Entwicklungsgelder fließen in die Erforschung neuer Technologien des US-Militärs. Ein großes Projekt, das in den letzten Jahren große Fortschritte verzeichnen konnte, ist die Lasertechnik und deren Einsatz auf Kriegsschauplätzen. Im Rahmen eines ersten Testlaufes wird die US-Marine im kommenden Jahr eine gigantische Laserkanone im Persischen Golf einsetzen.

Wie das Branchenblatt "Navy Times" berichtet, wird diese Kanone auf einem Kriegsschiff stationiert und so den Persischen Golf erreichen. Mit dieser Laserkanone können ziemlich präzise autonome Flugobjekte (Drohnen) und kleinere Boote in der direkten Umgebung abgeschossen werden. In erster Linie soll der unsichtbare Strahl des Lasers jedoch feindliche Flugobjekte und kleinere Boote stören, sodass der Großteil der Boardelektronik außer Gefecht gesetzt wird.

Im oben eingebundenen Video sehen wir die Laserkanone bereits im Einsatz. In dem im August letzten Jahres durchgeführten Test von einem Kriegsschiff aus wurde eine unbemannte Drohne so stark von dem Laser gestört, dass sie in Flammen aufging und letztendlich abstürzte.

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Unklar ist bislang allerdings die Reichweite der Laserkanone und inwiefern schnelle Flugobjekte, wie Kampfjets, abgeschossen oder die Boardelektronik stark beeinflusst werden können. Preistechnisch bietet der Laser große Vorteile gegenüber den bisher üblichen Abwehrraketen. Ein Schuss mit der Laserkanone verschlingt gerade einmal knapp 1 (!) US-Dollar. Zum Vergleich: Ein übliche Tomahawk-Rakete des US-Militärs kostet bis zum Abschuss knapp 1 Million US-Dollar. Für einen Schuss mit dem Laser muss das lediglich der Strom bezahlt werden. Allerdings schlägt der Anschaffungspreis mit rund 32 Millionen Dollar saftig zu Buche.

Gesteuert wird der Laser auf dem Schiff vom Combat Information Center aus. Mit Hilfe von speziellen Waffen-Systemen, verfolgt das ausgebildete Fachpersonal mittels Radar mögliche feindliche Objekte. Unklar ist derzeit auch, inwiefern die Laserkanone bei schlechtem Wetter und dichten Wolken funktioniert. Das US-Militär wird sich hier sicher nicht in die Suppe spucken lassen und weitere Tests durchführen. Was wohl Kim von Nordkorea oder der Iran über diese Kanone denkt?


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