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Xbox One: Kinect in neuem Gewand & Featureumfang

Xbox One: Kinect in neuem Gewand & Featureumfang

Der futuristische Tiefenkamera-Controller Kinect ist in der neuen Ausführung samt der Xbox One deutlich verbessert worden. Neben den Äußerlichkeiten (die deutlich Geschmackssache sind) hat sich zum Glück auch eine ganze Menge an den Features getan.

Sehr cool ist das neue Xbox On Feature, mit dem sich die Konsole ganz á la Star Trek aus dem Standby-Zustand holen lässt. Irgendwie bekommt man dennoch ein wenig Angst, so hat doch Google auch erst kürzlich ein ständig lauschendes Mikrofon in unseren Räumen versprochen, mit dem sich beispielsweise der Chrome Browser auf Desktops aktivieren lässt.

Wollen wir überhaupt diesen Preis zahlen? Lauschangriff durch Microsoft und Google? Lässt Deutschland diese schamlose Spionageaktion im heimischen Wohnzimmer ohne Widerstand zu? So und so ähnlich werden sich die paranoiden Headlines der nächsten Tage in den großen Blättern sicher lesen. Wird es einen technophilen User in irgendeiner Art und Weise tangieren? Höchstwahrscheinlich eher nicht. Weil jeder noch so alte Trekkie auf den Tag gewartet hat, an dem wir endlich unsere Geräte bequem befehligen können. Es ist futuristisch, spaßig und zeitgemäß, unsere natürlichste Kommunikationsform auch bei der Xbox One einsetzen zu dürfen. Wer dafür zu schüchtern ist, kann natürlich auch mit der Hand vor dem Kinect-Sensor herumwedeln und per Gestensteuerung durch sämtliche Menüs navigieren.

Als Proxy-Sprachsteuerung kann die Xbox One laut der Pressekonferenz auch den Fernseher aktivieren und somit praktisch fernbedienungsfrei á la SmartTV für Eingaben sorgen. Echtes Multitasking in der Xbox One, stark an Windows 8 erinnernd, sorgt für Einrastmöglichkeiten der darauf laufenden Apps - beispielsweise für den Internet Explorer.

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Technisch ist die 1080p Kamera ein nennenswerter Unterschied zum vormals verbauten Bildsensor, der drei Kanäle in 640 mal 480 Pixeln (maximal waren 1280 mal 1024 Pixel mit der Hardware möglich) mit der RGB Kamera aufzeichnete. Nun sollen mächtige 2 GB Bilddaten pro Sekunde verarbeitet werden, um die Position Eurer Extremitäten und Köpfe im Raum zu erfassen. Das klingt fast zu heftig, um wahr zu sein. Immerhin ist bei Googles selbstfahrendem Auto eine Datenmenge von 750 MB/s angegeben worden, die sämtliche Richtungen umfasst. Bei dem Kinect 2.0 wären das also ganze 7,2 Terabyte pro Stunde, die aus dem Gehampel der Spieler erfasst werden (natürlich nicht dauerhaft gespeichert).

Der Blickwinkel des neuen Kinect der Xbox One soll sich auch verbessert haben: Anstatt 57,5° in der Horizontalen und 43,5° in der Vertikalen soll die Version 2.0 nun satte 70° und 60° bieten, was einen Motor für die Neigung erübrigt. Die Tiefenauflösung hat sich beinahe verdoppelt (auf 512 mal 424 Pixel) und zusätzlich soll ein Infrarot-Kanal im Stream für bessere Erkennung bei dimmeren Lichtverhältnissen sorgen. Die neue Sensorik in der Konsole soll sogar im Stande dazu sein, die Herzfreuquenz der Spieler oder Muskelspannung wahrzunehmen. Ob dazu auch Herzattacken zählen, die von besonders gezielten Schockmomenten herrühren, wurde bis dato nicht verkündet.

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Ein großer Kritikpuntk für Microsoft Kinect war in der alten Version vor allem einer: Die verhältnismäßig schlechte Latenz. Auch wenn diese selbst nach Angaben von Microsoft noch immer nicht wirklich unspürbar ist, hat sie sich deutlich verbessert. Dank der Einführung von USB 3.0 ist beim Kinect der Xbox One die Latenz von etwa 90ms auf etwa 60ms gesunken. Wenn sich diese Verzögerung nochmals halbieren ließe, wären wir bei einem nahezu perfekten Wert.

Je nach Blickpunkt sind diese Updates entweder toll oder eher als marginal einzustufen. Werden sie für die Konsole und das Spielerlebnis tatsächlich transformativ sein? Das werden spätestens die ersten Tests zeigen. Die gesteigerte Präzision soll laut den Presentern kleinste Bewegungen eines Handgelenks, einzelner Finger oder einer Schulter erkennen - die 30 Frames pro Sekunde in Farbvideo sollten auf jeden Fall für witzige Andenken aus Spielsituationen sorgen und den Entwicklern neue Wege ermöglichen.

Was meint ihr, ist Kinect auch in Version 2.0 bereits ein alter Hut? Oder würde euch dieses Update nun zum Kauf einer Xbox One bewegen? 


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