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Festo BionicOpter Libelle erobert flatternd die Lüfte

Wir hier bei WBI mögen Zukunftsmusik, vor allem wenn sie in Form von hochkomplexen Flugdrohnen daherkommt. Der BionicOpter ist eine hochgradig von der Libelle inspirierte Drohne, die sich die Flugeigenschaften des Insekts in beeindruckender Form zunutze macht. Die Damen und Herren bei Festo haben sich tatsächlich für diese merkwürdige Aufteilung der Großschreibung entschieden und sich gleich mal auf ihrer Produktseite vertan, BionicCopter oder BioniCopter wäre als Projektbezeichnung irgendwie intuitiver gewesen, was auch der Ausrutscher im ersten Absatz zeigt. Wer allerdings so ein fantastisches Gerätchen entwickelt, darf es ruhig nennen wie wer möchte.

Die elektronische Libelle von Festo, gestern im obigen Video international veröffentlicht, kann praktisch jede Position im Raum einnehmen und beeindruckende Flugmanöver verhältnismäßig mühelos bewältigen. Dazu zählt laut Hersteller auch das Segeln ohne Flügelschlag, oder das Stehenbleiben an bestimmten Koordinaten im Raum. Der Libellenkorpus und die Flügel stehen in einem relativ natürlichen Größenverhältnis zueinander, während das Gesamtprodukt erheblich größer als das Naturvorbild ist.

Die Spannweite von 63 Zentimetern (im Tierreich maximal 19 Zentimeter) und Gesamtlänge von 44 Zentimetern sind in Anbetracht des Leichtgewichts von 175 Gramm ziemlich beeindruckend. Neun Servomotoren lassen sich per Smartphone ansteuern und regeln die Bewegung des künstlichen Insekts aus Kohlefaser (im Rahmen), Aluminium elastischem Polyamid und Terpolymer. In der Brust trägt der BionicOpter seinen Akku, die Motoren und einen ARM-Mikrocontroller (ähnlich wie ein Arduino) für die Steuerung und Regelung.

Alle Flügel werden in ihrer Schlagfrequenz, Rotation und Amplitude (Schlagweite) gesteuert, während Kopf und Schwanz auf jeweils einer Achse umherzappeln. Ähnlich wie bei den jonglierenden Quadrocoptern wird Condition Monitoring eingesetzt, ein Verfahren bei dem die Flugdaten permanent analysiert und auf die Stabilisierung übertragen werden. Der BionicOpter dient Festo unter anderem auch als Werkstück zur Demonstration ihrer Fähigkeiten in Punkto bionischer Modelle und digitaler Veredelung mit Mikrocontrollern.

Hier nochmal die technischen Eckdaten für Modellfluggeeks und Libellenfreunde:

  • Schlagfrequenz: zwischen 15 und 20Hz
  • Flügelspannweite: 63 cm
  • Korpuslänge: 44 cm
  • Gewicht: 175 g
  • Freiheitsgrade: 13
  • Prozessor: AMR-Mikrocontroller
  • Motor: 1 bürstenloser VS-Außenläufer
  • Ansteuerung Flügel: 8 Servostellmotoren
  • Aktorik Kopf
  • und Schwanz: 4 Shape-Memory-Alloys (SMAs)
  • Sensorik: Inertial-, Beschleunigungsund Lagesensoren
  • Batterie: 2 Zellen Li.Po 7,6 Volt
  • Funkmodule: Spektrum2,4GHz
  • Funkfernsteuerung: Smartphone oder Digitale Spektrum Sendeanlage

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  • Figges

    Und wieviel darf man für den Spaß bezahlen?



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