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headflat – Das Smartphone vor der Nase

headflat – Das Smartphone vor der Nase

Eigentlich ist Kickstarter ja für die erfolgreiche Finanzierung einiger großartiger Ideen verantwortlich. Immer mal wieder finden wir jedoch Projekte, die etwas seltsam bis völlig daneben erscheinen. Ob Headflat einer dieser Spezialfälle ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht ist es auch eine Revolution des modernen Kopfschmucks, wer weiß.

Headflat ist das Projekt einiger Karlsruher, denen das Smartphone in der Hand zu müßig geworden ist. Mit dem Produkt soll der Träger sein Smartphone in eine universelle Haltevorrichtung einspannen können, die über einen Rahmen mit einer Schildkappe verbunden ist. Gaming, Filme, eBooks und Video-Chat sollen damit in ihrer Erfahrung für immer verändert werden.

Egal was der User tut, er hat ein Brett vor dem Kopf sein Smartphone vor dem Gesicht. Das Patent für diese Idee wurde natürlich sofort für die USA und Europa angemeldet, immerhin wird mit dem Headflat der Video-Chat zum "head chat", was auch immer das heißen soll.

Mit Augmented Reality Spielen wird Headflat soetwas wie Oculus Rift aus dem Ghetto - Der Spieler hat permanent den kleinen Schirm und eine Mischung aus Kamerabild und virtueller Realität vor der Nase.

Bücher können damit bequem im Liegen gelesen werden, die Hände bleiben dabei frei für andere Dinge. Aus "boring" wird beim Filme schauen mit dem Headflat "relaxing and cool". In Kombination mit Kopfhörern kommt "pures Kinogefühl" auf. Weicher Stoff und Gel Pads schützen den Kopf vor Druckstellen, die aus längerer Benutzung des Headflat resultieren könnten. Der Rahmen wird vermutlich aus einem Kunststoff sein, die Hersteller machen darüber noch keine genaue Angabe auf der Projektseite. Das Gerüst soll samt einem handelsüblichen Smartphone nur 300 Gramm wiegen - da fragt sich doch der Endkunde fast, warum es nicht gleich auch eine iPad-Version gab. 😉

Lieber den Spatzen in der Hand als das Brett vor'm Kopf

Die Marketingphrasen in der Kickstarter-Kampagne sind wirklich pures Comedy-Gold, bitte schaut mal dort rein. Hier ein Auszug:

  • That´s what we call the 4th gaming dimension.
  • Your hands are free for snacks and drinks or anything else (…)
  • Your smartphone turns into a 60 inch screen from a distance of 10 feet
  • In combination with headphones you have pure cinema feeling
  • You don’t have to sit in front of your TV or your computer
  • Enterbrainment 2 Go (Slogan von headflat.com)

Ein weiterer "Clou" am Konzept ist die Integration eines Bluetooth-Controllers, mit dem sich Spiele auf dem iPhone spielen lassen. Richtig 4D wird die Geschichte dann, wenn ihr mit eurem Kopfgestell und dem Controller in der Hand umhertorkelt - ihr wisst nun Bescheid. Es soll übrigens ein SDK für die Entwicklung bzw. Adaptierung von mobilen Games für die 4D-Welt geben.

Würdet ihr Headflat kaufen oder unterstützen?

Headflat wirkt, zumindest würden böse Zungen dies behaupten (wir nicht), wie eine 3-Uhr-Morgens-Idee einiger BWL-Studenten, die eine erschwingliche Kombination aus Oculus Rift, Google Glass und Bücherständer bauen wollten. Ebenso wirkt die Umsetzung. Plötzlich wirkt Google Glass gar nicht mehr übermäßig nerdig oder irgendwie albern, wenn wir Projekte wie dieses sehen.

Noch bewundernswerter ist die Tatsache, dass sich zum Redaktionszeitpunkt bereits über $3.500 im Kickstarter-Account von 58 Backern eingefunden haben. Würdet ihr für dieses Projekt auf Kickstarter Geld vorstrecken? Seid ihr bereit für die Headflat-Revolution?


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Hier kannst Du Deine Meinung loswerden:

  • Tom

    Apropos Snacks und Drinks

  • Dave599

    Geile Sache! Ich würde das haben wollen! Ist eine coole Idee! Nicht für unterwegs aber zuhause auf jeden Fall!

  • Jadd

    *Geil* Schon bestellt. Damit werde ich mir künftig zu Hause King of Queens auf meinem Fahrrad-Hometrainer reinziehen! In der U-Bahn würde ich das nicht unbedingt tragen..

  • Kay

    King of Queens auf dem Hometrainer mit dem iPhone – herrlich 😀 Das hätten die Kollegen in ihre Präsentation einbauen sollen.

  • Kay

    ^^ Platz an der Sonne

  • blue.tiger

    Ist sicherlich technisch nicht so hochwertig wie Google Glass, aber dafür kostet es auch fast nix 😉 Gibt dafür schon viele (sinnvolle) Anwendungen, vor allem in Richtung Augmented Reality (z.B. Drohnensteuerung oder als Headup-Display). Als Informatiker würde ich sagen das Projekt geht auf jeden Fall in die richtige Richtung, das ist mir auch 50 Dollar wert 🙂



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