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Tim Cook im Interview: Mac-Produktion ab 2013 teilweise wieder in den USA

Tim Cook im Interview: Mac-Produktion ab 2013 teilweise wieder in den USA

Ein Großteil der Geräte, die wir alltäglich in den Händen halten oder auf dem Schreibtisch stehen haben, kommt aus fernöstlichen Fabriken und wird dort unter äußerst schlechten Arbeitsbedingungen gefertigt. Das soll sich scheinbar ändern: Apple-Chef Tim Cook verriet nun in einem Interview, dass Apple zumindest einen Teil seiner Produktion 2013 in die USA zurückzuholen wird. Investitionen von über 100 Millionen USD sollen dafür sorgen, dass bald wieder Macs in den Staaten vom Band gehen.

Apple-CEO Tim Cook will damit das in Angriff nehmen, was sein Vorgänger Steve Jobs damals nicht wollte. Eine Mac-Reihe soll komplett in den USA gefertigt werden, wobei unbekannt ist, um welches Modell und Standorte es sich handeln wird. Cook gab in seinem ersten Interview (NBC Rock Center) bekannt, dass man seit Jahren daran arbeite, mehr in den USA zu tun. Bisher habe Apple über 600.000 Arbeitsplätze in allein in den Vereinigten Staaten geschaffen - von Forschung, Entwicklung und Store-Personal bis hin zu Drittanbietern die Apps entwickeln.

Mai 2012: Tim Cook besucht eine Foxconn-Fabrik in China

“The consumer electronics world was really never here,” Cook said. “It’s a matter of starting it here.”

Apple wird die Macs nicht selbst zusammenbauen, sondern andere Firmen damit beauftragen. Dazu wurden bzw. werden über 100 Millionen Dollar investiert, wie er in einem anderen Interview (Bloomberg BusinessWeek) versicherte und die Verlagerung der Mac-Produktion soll auch ein Ansporn für andere Firmen sein, ebenfalls in den USA Geräte herzustellen.

Auf die Frage, warum man nicht die gesamte Produktion, die zum Großteil von Foxconn in China getätigt wird, in die USA verlegt, antwortete Cook: "Es geht nicht ausschließlich um den Preis, sondern vor allem um die Fähigkeiten der Arbeiter." Er macht das US-amerikanische Bildungssystem dafür verantwortlich, dass nicht genug Fachkräfte vorhanden sind.

Was würde Apple-Mitbegründer Steve Jobs von der Entscheidung halten? Das ist relativ unwichtig, sagt Cook. Er liebte Steve Jobs und vermisst ihn sehr, allerdings sagte ihm sein Vorgänger vor seinem Tod im Oktober letzten Jahres, dass er seine eigenen Entscheidungen treffen muss. Die Frage "Was hätte Steve getan?" soll nicht gestellt werden, Tim Cook soll stets selbst entscheiden, was richtig für das Unternehmen ist.

Laut NBC News ist Apple heute 43 Prozent mehr Wert als zu dem Zeitpunkt, als Cook übernahm und unter seiner Führung wurden u.a. zwei iPhones, zwei iPads, drei neue iMac-Modelle und das iPad mini released.

[via Cult of Mac]

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