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App Stores erzielen kollektiv 25 Milliarden US-Dollar Umsatz

App Stores erzielen kollektiv 25 Milliarden US-Dollar Umsatz

Google Play und Apple's App Store spülen Jahr für Jahr Milliarden in die Kassen der jeweiligen Konzerne ein. Dabei tragen Tablets immer mehr zu diesem Erfolg bei.

Wie die Analysten von ABI Research laut eines Berichtes von Techcrunch berechnen, belaufen sich die Summen, die von den beiden Konzernen einschließlich durch mobile Applikationen eingenommen werden, auf sage und schreibe 25 Milliarden US-Dollar (entspricht etwa 19,1 Milliarden Euro). Dabei werden rund 35% der Anwendungen auf Tablets gekauft.

Nutzer von Geräten aus dem Hause Apple greifen deutlich häufiger bzw. tiefer in die Taschen wenn es um die Bezahlung von Apps geht, und sichern sich somit laut Schätzungen einen Anteil des Umsatzes von guten 65%, was in Zahlen 16 Milliarden US-Dollar bzw. 12,2 Milliarden Euro sind. Android-User erzeugen lediglich einen Wert von 27% des Gesamtumsatzes (6,75 Milliarden US-Dollar ≙ 5,2 Milliarden Euro). Die restlichen 8% (2 Milliarden US-Dollar ≙ 1,53 Milliarden Euro) gehen an andere Plattformen wie den Windows Store.

Die erste Software zum Erwerb von mobilen Anwendungen kam vom Konzern aus Cupertino im Juni des Jahres 2008. Vier Monate später, also im Oktober, veröffentlichte der Konkurrent Google seinen "Android Market", der mittlerweile bekanntlich den Namen "Google Play" trägt. Microsoft hingegen ließ sich viel Zeit und stellte erst fast 4 Jahre später, im Dezember des Jahres 2011, seinen "Windows Store" für Windows 8, Windows Phone 8 und Windows RT vor.

Anders als bei Apple erlaubt Microsoft den Entwicklern, die Käufe selbst abzuwickeln. Das erweist sich zum Beispiel bei Zeitungsabonnements als sehr praktisch. Das Anbieten von werbefinanzierten Apps wird vom Konzern, der einst von Bill Gates mitbegründet wurde, nicht eingeschränkt und der Entwickler kann frei über die Wahl der Werbeplattform entscheiden. Weniger attraktiv ist hingegen die geringere Reichweite und Market Cap von Windows 8 im Tablet-Bereich.

Tablets sind massentauglicher

Ausschlaggebend für den hohen Anteil am Umsatz durch den Kauf von mobilen Applikationen auf Tablets ist laut ABI Research auch der größere Bildschirm. Dieser lasse Anwendungen und Inhalte "besser aussehen und sich besser anfühlen", begründet der ABI Senior Analyst Aapo Markkanen.

Außerdem sei ein Tablet - im Gegendsatz zum Smartphone - besser für die breite Masse geeignet, sie würden für neue Nutzergruppen wie Kinder und alte Menschen ansprechender sein. Auch einen Denkanstoß für Entwickler wird wohl die Tatsache darstellen, dass ein Tablet noch stets bewusst als Luxusgut gekauft wird, während Smartphones bereits einen integralen Platz im Leben zahlreicher Konsumenten haben. Die Offenheit gegenüber dem Kauf von Software ist dort aufgrund der psychologischen Grundeinstellung womöglich größer.

Das iPad macht den Unterschied

Während sich iOS in diesem Jahr gerade mal mit einem Anteil von einem Drittel der für Smartphone heruntergeladenen Apps begnügen muss, dominiert Google's Android klar mit ganzen 58%.Völlig anders sieht es aber schon wieder aus, wenn man die Tablet-Sparte betrachtet.

ABI prognostiziert einen Anteil von Apple's iPad auf einen erheblichen Teil des Markts, das heißt in der Praxis also: Von 4 Apps, die auf einem Tablet installiert werden, landen 3 auf Geräten aus dem Hause Apple. Google hingegen kann sich gerade mal magere 17% auf sein Konto schreiben, was sich anhand der aktuellen Bemühungen in Mountain View wohl sehr bald ändern dürfte. Der Online-Shop Amazon erkämpft sich mit seinem Kindle Fire noch 4% des App-Marktes, die Anteile der Windows-Tablets werden auf rund 2% geschätzt. Spannend wird sicherlich die Entwicklung der nächsten Tage sein, wenn der Kindle Fire HD an Traktion gewinnt und Amazon reichlich neue Kunden für das Ökosystem beschert.


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  • rolto

    Apple geht es demnächst steuertechnisch an den Kragen. Amerikanischen Politikern fiel auf, daß das reichste Unternehmen der Welt fast gar keine Steuern zahlt, während die komplette Produktion in China abgehandelt wird. Und in Europa merkt es der eine oder andere auch noch, obwohl der Apple Store Umsätze in Milliardenhöhe geriert, keine müde Mark im Lande lässt…

    Wie wäre es mit ein paar Nachzahlungen in Milliardenhöhe? Würde den rückschrittigen Europäern doch ganz guttun.



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