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Google Nexus 4 vs. iPhone 5: Kameravergleich & Sample Shots

Google Nexus 4 vs. iPhone 5: Kameravergleich & Sample Shots

Auch wenn sich die Preise deutlich unterscheiden und daher der Vergleich zwischen dem iPhone 5 und dem Google Nexus 4 (von LG gefertigt) etwas hinkt, lohnt sich der Blick auf ein paar Beispielfotos, die mit der integrierten Kamera gemacht wurden.

Schließlich fragt sich jeder potenzielle Käufer: Wie ist die Qualität der Bilder? Wie gut ist die Kamera vom Google Nexus 4? Soll ich mir lieber ein iPhone 5 oder ein Nexus 4 kaufen? Um die Unterschiede am besten einfangen zu können, begab ich mich an einem sonnigen Tag nach draussen und fotografierte diverse Motive und Lichtsituationen mit aktiviertem HDR-Modus.

Die Bilder in den beiden Sets sind also unter nahezu identischen (Position/Zeit weicht logischerweise minimal ab) Bedingungen entstanden. Beiden Smartphones wurde die volle Zeit zum nötigen Autofokussieren gewährt und sämtliche Bilder sind unbearbeitet. Außerdem arbeitete ich (bis auf die "HDR"-Einstellung) mit den Standard-Settings auf beiden Geräten. Übrigens ist auch die Distanz zum Objekt fast identisch, somit wird der Unterschied zwischen den beiden Brennweiten deutlich. Die Rückkamera bzw. der Bildsensor und die resultierenden Bilder des Nexus 4 haben genau wie beim iPhone 5 eine Auflösung von 8 Megapixeln.

Hier zunächst einmal beide Galerien zum Vergleich:

Rein physikalisch bedingt hat jede Kameralinse das Potenzial, sogenannte Lens-Flares auszulösen. Daher sehr ihr bei einer Spiegelreflex-Kamera auch häufig dieses überteuerte Plastikteil namens Gegenlichtblende oder Streulichtblende, was genau diesen Effekt vermeiden soll. In der Praxis gelingt das mit beiden Geräten, allerdings fallen diese Effekte beim Nexus 4 stärker auf. Ein lila- oder purpurfarbenes Leuchten und Schimmern ist auf den Testfotos in bestimmen Lichtsituationen doch recht deutlich wahrzunehmen.

Die Dauer bis zur Fotobereitschaft aus dem Standby variiert bei beiden Geräten, liegt aber durchschnittlich bei 3 bis 5 Sekunden (inkl. der Interaktion mit dem Gerät) und eignet sich somit für besonders schnelle Schnappschüsse. Die Bearbeitungsmöglichkeiten auf dem Nexus 4 umfassen neben einer Vorab-Modusselektion für Lichtsituationen (z.B. Sonnenuntergang, Party, usw.) auch eine umfassende Nachbearbeitung samt Gradationskurven und nachträglicher Schärfung, sowie Korrekturen an Helligkeit und Kontrast. Erfahrene Bildbearbeiter werden die Möglichkeiten der besagten Kurven sehr schätzen, ihr könnt sogar die einzelnen Farbkanäle (RGB) separat justieren und somit eventuelle Farbstiche entfernen. Ansonsten sind beim Nexus 4 dank Android 4.2 auch diverse simple Filter dabei, die heutzutage wohl am ehesten mit Instagram in Verbindung gebracht werden könnten. Sie sind allerdings sauberer und simpler (beispielsweise Sepia, Bleich-Filter oder eine Crossprocessing-Simulation).

Beim Nexus 4 entstehen durchaus brauchbare Bilder bei vernünftigem Licht, insbesondere im Außenbereich können sich die Fotos sehen lassen. Wer also einen Preis-Leistungs-Sieger sucht und öfter im Outdoorbereich unterwegs ist, wird mit dem Gerät seinen Spaß haben. Für Parties und ähnliche Lowlight-Szenarien ist die Kamera eher ungeeignet und produziert unschöne Artefakte. Diese sind auch schon in den Testaufnahmen bei gutem Licht erkennbar, allerdings meist nur auf Originalgröße betrachtet. Die Kamera ist durchaus in der Lage, schöne Bilder zu schießen. Allerdings erreicht das iPhone 5 (ohne große Überraschung) durchweg bessere Ergebnisse. Dank wesentlich milderer interner Spiegelungen und einer allgemein höherwertigeren Optik fallen die Bilder klarer, detaillierter und schärfer aus. Artefakte tauchen in den seltensten Fällen auf. Wie zu vermuten war, liegen die Hardware-Unterschiede im Sensor, der eingesetzten Optik und der internen Nachbearbeitung der Bilder.

Zusammenfassend erstellt die Kamera des Nexus 4 durchaus brauchbare Bilder und stellt eine der wenigen Schwachstellen des Geräts dar. Aufgrund der intuitiven Handhabung, dem Touch-Ring-Menü, der integrierten Nachbearbeitung sowie dem erleichterten Sharing per G+/Picasa und allen interoperablen Apps ist die Gesamterfahrung dennoch überzeugend. Wer keine andere Kamera besitzt und hohen Wert auf gute Smartphonebilder legt, ist woanders wohl besser aufgehoben. Für alltägliche Zwecke und die Dokumentation von Urlauben, Ausflügen oder sonstigen typischen Knips-Situationen reicht die Kamera jedoch völlig aus und sollte den Ansprüchen der meisten Nutzer locker genügen.

Was sagt ihr? Könntet ihr mit der Kamera des Nexus 4 leben? Interessieren auch vielleicht noch Aufnahmen bei äußerst geringem Licht oder in Partysituationen? Ein kleiner Video-Test mit beiden Geräten im Vergleich ist übrigens auch in Planung.


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